Was ist die Gewaltfreie Kommuniktion?

Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) wurde von Marshall B. Rosenberg entwickelt. Sie geht der Frage nach, wie Menschen auch in schwierigen Situationen friedlich und respektvoll miteinander umgehen können. Inspiriert wurde Rosenberg unter anderem von Mahatma Gandhi und dessen Haltung von Gewaltfreieheit.

Rosenberg geht davon aus, dass Empathie der Schlüssel zu gelingender Kommunikation ist. Deshalb wird GFK auch als „verbindende Kommunikation“, „lebendige Kommunikation“ oder „Sprache des Herzens“ beschrieben. Die Haltung, mit der wir sprechen und zuhören, hat großen Einfluss darauf, ob wir in einen echten Kontakt miteinander kommen, in dem die Bedürfnisse aller Beteiligten anerkannt werden.

GFK geht davon aus, dass alles, was wir tun, letztlich dem Versuch dient, unsere Bedürfnisse zu erfüllen – und dass Menschen unter freien Bedingungen grundsätzlich bereit sind, zum Wohlergehen anderer beizutragen. Die GFK unterstützt Dich dabei, eine Sprache zu finden, in der Du Deine Gefühle und Bedürfnisse klar benennst und gleichzeitig Verständnis für Dein Gegenüber förderst.

Dabei ist GFK mehr Haltung als Gesprächstechnik: Sie lädt zu einer inneren Offenheit ein, mit der Du Dir selbst und anderen begegnest. Wenn Du GFK lernst, kann Dich das darin stärken, Deine eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Gleichzeitig übst Du, anderen empathisch zuzuhören und so in einen offenen, respektvollen Kontakt zu kommen.

Mit der Gewaltfreien Kommunikation kannst Du Schritt für Schritt einen Weg zu einem wertschätzenden Miteinander einschlagen und eine tiefere Verbindung zu Dir selbst und zu anderen Menschen entwickeln.